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Monday, 3 November 2014

Sepik River Cruise - bei den Töpferinnen von Aibom




Aibom ist eines der wichtigsten Töpfereizentren der ganzen Sepik-Region.
Während der Regenzeit stellen die Frauen Schalen, Töpfe und Gefäße her. Häufig werden die Gefäße mit kunstvollen Ornamenten verziert.

Die irdenen Gefässe werden in der Sonne getrocknet und dann unter aufgeschichteten Wedeln der Sagopalme gebrannt.

Die Frauen von Aibom betreiben einen regen Tauschhandel mit den Clans aus den bergigeren Regionen, die ihnen Lebensmittel für ihre kunstvollen Töpfereien geben.

Wir schauen den Frauen ein wenig bei der Arbeit zu und spazieren dann weiter durch das Dorf.
Unter einem Pfahlbau brutzeln lecker aussehende Fleischspieße auf einem Grill. Es ist Krokodilfleisch und natürlich lassen wir uns eine Kostprobe nicht entgehen. Köstlich!
Besser ein Krokodil essen, als vom Krokodil gegessen werden!

Wie überall am Sepik River, halten die Dorfbewohner von Amboi Krokodile in kleinen Gehegen. Wenn die Tiere groß genug sind, werden sie geschlachtet. Das Fleisch wird gegessen und die Häute werden in die Lederfabrik von Lae verkauft.

Dann stehen wir auf einmal vor dem Gesundheitszentrum von Aibom. Die Einrichtung ist, nun ja, etwas spartanisch. Genau genommen besteht das Gesundheitszentrum lediglich aus einer Sitzgelegenheit unter einem der Pfahlbauten und einer Plastikkiste mit Medikamenten, sorgsam bewacht vom örtlichen Sanitäter.
Ein Schild weist auf die Öffnungszeiten und auf die Geschäftsordnung hin:
Von neun  Uhr morgens bis drei Uhr am Nachmittag wird hier behandelt, natürlich nur gegen Vorkasse.

Zum ersten Teil der Sepik River Saga

Zum elften Teil der Sepik River Saga




Sepik River Cruise - die Chambri Lakes




Die Chambri Lakes sind ein riesiges Labyrinth aus Sümpfen und schmalen Kanälen, das regelmäßig vom Sepik River überflutet wird.
Vorsichtig gleiten wir mit dem Einbaum durch versteckte Kanäle und über ausgedehnte Sumpfflächen.

Immer wieder müssen wir anhalten, um nicht im Schlick stecken zu bleiben.
Dann staken wir das Kanu in tieferes Wasser, um den Motor wieder starten zu können.


Wasserlilien haben einst große Teile der Wasserfläche bedeckt.
Joseph erklärt uns, dass ein großer Teil der Wasserlilien nun verschwunden sind, seit neue Fischarten in den Lakes angesiedelt wurden.
Dadurch habe sich das ökologische Gleichgewicht verschoben.
Krokodile gibt es aber immer noch mehr als genug.

So treiben wir durch die unwirkliche Märchenlandschaft der Chambri Lakes, vorbei an Fischerhütten und gefluteten Wäldern.


Schon von weitem können wir das Dorf Aibom, unser Etappenziel erkennen.

Aber wir zeichnen mit dem Kanu noch viele Schleifen und Schnörkel in den Sumpf, bevor wir endlich das Ufer erreichen. Schon von weitem werden wir freundlich begrüßt.

Zum ersten Teil der Sepik River Saga

Zum zehnten Teil der Sepik River Saga


Sepik River Cruise - sunrise at Palambai

"Well, but this ol' river keeps on rollin', though
No matter what gets in the way and which way the wind does blow
And as long as it does I'll just sit here
And watch the river flow"
(Bob Dylan - "Watching The River Flow")



Zum ersten Teil der Sepik River Saga

Zum neunten Teil der Sepik River Saga




Sepik River Cruise - Jacob's Haus

Als wir wieder nach Palambai zurückkehren, schickt Jacob Kambak uns erst erst einmal zum baden in den Fluss.
Jacob ist der Besitzer einer kleinen, aber wunderschön gelegenen Herberge am Sepikufer.

"Ihr müsst baden, bevor die Sonne untergeht. Sonst fressen Euch die Moskitos", warnt uns Jacob, und wir folgen ihm gehorsam.
"Und die Krokodile?", fragen wir.
"Denen ist die Strömung hier zu schnell und außerdem sind sie freundlich."

Das beruhigt!
Nach einem erfrischenden Bad im Sepik richten wir uns in Jacobs Herberge ein und genießen ein frugales Mahl, das Josef uns zubereitet.


Jacob lässt sich nicht lumpen und wirft am Abend seinen kleinen Generator an.

In Nullkommanichts sind alle Steckdosen mit Ladegeräten für Telefone und Kameras belegt.

Sehr früh fallen wir auf unsere Matratzen und schlafen schnell ein. Bis auf Ute, die noch lange wach liegt, weil Ihr kleiner Zeh schmerzt.

Sie hat ihn sich in Madang gebrochen, beim unfreiwilligen Versuch, ein schweres Hotelbett mit ihrem kleinen Zeh zu verrücken. Hässlich stand der Zeh vom Fuß ab und wir mussten ihn mit ein paar Metern Leukoplast wieder an den Rest der Zehen ankleben.
Das tut weh. Da kann man nichts machen.


Zum ersten Teil der Sepik River Saga

Zum achten Teil der Sepik River Saga





Sepik River Cruise - a bath in the river




"That night we went down to the river
And into the river we'd dive
Oh down to the river we did ride" (Bruce Springsteen - "The River")



Zum ersten Teil der Sepik River Saga

Zum siebten Teil der Sepik River Saga